Lebensdauer Wärmepumpe: Wie lange hält sie?
Autor: Sonja Hennig
Aktualisiert: 11.06.2026
Lesezeit: 8 Minuten
Eine Wärmepumpe hält häufig etwa 15 bis 20 Jahre. Wie lange sie tatsächlich zuverlässig arbeitet, hängt jedoch stark von Planung, Dimensionierung, Vorlauftemperatur, Wartung und dem Zustand des gesamten Heizsystems ab. Entscheidend ist also nicht nur das Gerät selbst, sondern ob Wärmepumpe, Gebäude und Heizsystem gut zusammenpassen.
Themenübersicht
- 1. Wie lange hält eine Wärmepumpe?
- 2. Was verkürzt die Lebensdauer einer Wärmepumpe?
- 3. Warum ist die richtige Planung so wichtig?
- 4. Welche Rolle spielt die Wartung für die Lebensdauer?
- 5. Welche Bauteile beeinflussen die Lebensdauer?
- 6. Wie lange hält der Verdichter einer Wärmepumpe?
- 7. Garantie Wärmepumpe: Was ist abgedeckt?
- 8. Was fällt meist nicht unter Garantie?
- 9. Welche Kosten können bei Wartung, Reparatur oder Austausch entstehen?
- 10. Reparatur oder Austausch: Wann lohnt sich was?
- 11. Wie lässt sich die Lebensdauer verlängern?
- 12. Praxisbeispiel: Längere Lebensdauer durch gute Abstimmung
- 13. Ablauf mit 360Volt: Von der Prüfung bis zum sicheren Betrieb
- 14. Fazit: Gute Planung verlängert die Lebensdauer
Themenübersicht
- 1. Wie lange hält eine Wärmepumpe?
- 2. Was verkürzt die Lebensdauer einer Wärmepumpe?
- 3. Warum ist die richtige Planung so wichtig?
- 4. Welche Rolle spielt die Wartung für die Lebensdauer?
- 5. Welche Bauteile beeinflussen die Lebensdauer?
- 6. Wie lange hält der Verdichter einer Wärmepumpe?
- 7. Garantie Wärmepumpe: Was ist abgedeckt?
- 8. Was fällt meist nicht unter Garantie?
- 9. Welche Kosten können bei Wartung, Reparatur oder Austausch entstehen?
- 10. Reparatur oder Austausch: Wann lohnt sich was?
- 11. Wie lässt sich die Lebensdauer verlängern?
- 12. Praxisbeispiel: Längere Lebensdauer durch gute Abstimmung
- 13. Ablauf mit 360Volt: Von der Prüfung bis zum sicheren Betrieb
- 14. Fazit: Gute Planung verlängert die Lebensdauer
Wie lange hält eine Wärmepumpe?
Die Lebensdauer einer Wärmepumpe liegt häufig bei etwa 15 bis 20 Jahren. Diese Angabe ist jedoch kein festes Garantieversprechen, sondern ein realistischer Orientierungswert. Wie lange eine Wärmepumpe tatsächlich hält, hängt stark vom konkreten Einzelfall ab.
Wichtige Faktoren sind zum Beispiel:
- Qualität und Auslegung des Geräts
- fachgerechte Planung
- richtige Dimensionierung
- passende Vorlauftemperatur
- Zustand des Gebäudes
- Heizflächen und Hydraulik
- Aufstellort der Außeneinheit
- Wartung und Pflege
- Nutzungsverhalten
- Belastung im Winterbetrieb
Eine Wärmepumpe arbeitet besonders materialschonend, wenn sie möglichst gleichmäßig läuft. Problematisch kann es werden, wenn die Anlage zu häufig startet und stoppt. Dieses sogenannte Takten kann Bauteile stärker belasten und langfristig die Haltbarkeit beeinflussen.
Deshalb zeigt die Praxis:
Für eine lange Lebensdauer zählt nicht nur die Wärmepumpe selbst. Entscheidend ist das gesamte Heizsystem.
Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber zu den „Voraussetzungen Wärmepumpe: Ist Ihr Haus geeignet?“.
Was verkürzt die Lebensdauer einer Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe kann technisch hochwertig sein und trotzdem nicht optimal laufen, wenn Planung oder Betrieb nicht passen. Bestimmte Faktoren können die Lebensdauer verkürzen oder zumindest zu mehr Verschleiß führen.
Typische Ursachen sind:
- falsche Dimensionierung der Wärmepumpe
- zu häufiges Takten
- dauerhaft hohe Vorlauftemperaturen
- ungeeignete oder zu kleine Heizflächen
- fehlender hydraulischer Abgleich
- falsche Heizkurve
- verschmutzte Außeneinheit
- blockierte Luftwege
- ungünstiger Aufstellort
- fehlende Wartung
- Frostprobleme durch falsche Entwässerung
- nicht abgestimmte Kombination mit altem Heizsystem
Gerade im Altbau ist eine sorgfältige Prüfung wichtig. Wenn beispielsweise alte Heizkörper sehr hohe Vorlauftemperaturen benötigen, muss genau geprüft werden, ob und wie eine Wärmepumpe effizient betrieben werden kann.
Mehr dazu lesen Sie in den Ratgebern zur „Wärmepumpe mit Heizkörpern im Altbau: Geht das?“ und zum „Hydraulischer Abgleich Wärmepumpe: Pflicht & Kosten“.
Warum ist die richtige Planung so wichtig?
Die Planung entscheidet wesentlich darüber, wie effizient und langlebig eine Wärmepumpe arbeitet. Eine gut ausgelegte Anlage läuft ruhiger, gleichmäßiger und meist mit niedrigeren Vorlauftemperaturen. Das schont die Technik und verbessert gleichzeitig die Effizienz.
Wichtige Punkte bei der Planung sind:
- Heizlastberechnung
- passende Geräteleistung
- geeignete Heizflächen
- möglichst niedrige Vorlauftemperatur
- abgestimmte Hydraulik
- passender Warmwasserspeicher
- geeigneter Aufstellort
- korrekte Regelung
- saubere Inbetriebnahme
Eine zu groß dimensionierte Wärmepumpe kann häufiger takten. Eine zu klein ausgelegte Anlage läuft dagegen möglicherweise zu oft am Limit. Beides kann langfristig ungünstig sein.
360Volt prüft deshalb nicht nur die Wärmepumpe selbst, sondern auch Heizlast, Heizflächen, Hydraulik, Aufstellort und Warmwasserbedarf. So entsteht eine Anlage, die nicht nur eingebaut wird, sondern langfristig zum Haus passt.
Beispiel aus der Praxis
Ein unsanierter Altbau mit kleinen Heizkörpern benötigt oft höhere Vorlauftemperaturen. Wird dort ohne genaue Prüfung eine zu große oder falsch eingestellte Wärmepumpe eingebaut, kann die Anlage ineffizient laufen und häufiger takten.
Werden dagegen Heizlast, Heizflächen, Vorlauftemperatur und Hydraulik vorab geprüft, lässt sich die Anlage besser abstimmen. Einzelne Heizkörper können bei Bedarf ersetzt, die Heizkurve angepasst und ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Dadurch läuft die Wärmepumpe gleichmäßiger und materialschonender.
Welche Rolle spielt die Wartung für die Lebensdauer?
Wärmepumpen gelten im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen als wartungsarm. Wartungsfrei sind sie jedoch nicht. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, Störungen frühzeitig zu erkennen und die Betriebssicherheit zu erhalten.
Typische Wartungspunkte sind:
- Sichtprüfung der Außeneinheit
- Reinigung von Luftwegen
- Kontrolle von Druck und Temperaturen
- Prüfung der Regelung
- Kontrolle von Fehlermeldungen
- Prüfung des Kondensatablaufs
- Kontrolle elektrischer Komponenten
- Prüfung des Heizwassers
- Funktionsprüfung des Gesamtsystems
Die folgende Übersicht zeigt, welche Wartungspunkte besonders wichtig sind und wann Eigentümer aufmerksam werden sollten.
| Wartungspunkt | Warum wichtig? | Wie oft prüfen? |
|---|---|---|
| Außeneinheit | Verhindert Blockaden durch Laub, Schmutz oder Schnee | regelmäßig sichtbar prüfen |
| Kondensatablauf | Beugt Wasser- und Eisproblemen vor | besonders vor dem Winter |
| Regelung | Sorgt für effizienten Betrieb | bei Wartung und nach Änderungen |
| Hydraulik | Unterstützt gleichmäßige Wärmeverteilung | bei Planung, Umbau oder Problemen |
| Fehlermeldungen | Können auf beginnende Störungen hinweisen | zeitnah prüfen lassen |
Besonders vor der Heizsaison lohnt sich ein Blick auf die Außeneinheit. Laub, Schnee oder Eis können den Luftstrom behindern und die Effizienz verschlechtern.
Neben der Wartung durch den Fachbetrieb können je nach Heizsystem und Gebäude auch weitere Prüfungen relevant sein. Was rund um Wärmepumpe und Schornsteinfeger wichtig ist, erklären wir im Ratgeber „Wärmepumpe & Schornsteinfeger: Was wird geprüft?“.
Weitere Hinweise zum sicheren Betrieb in der kalten Jahreszeit finden Sie im Ratgeber zur „Wärmepumpe Winter: Frost und Schnee“.
Welche Wartungsarbeiten sinnvoll sind, ob eine Wartung verpflichtend ist und mit welchen Kosten Eigentümer rechnen sollten, erklären wir im Ratgeber zur „Wärmepumpe Wartung: Pflicht & Kosten“.
Welche Bauteile beeinflussen die Lebensdauer?
Eine Wärmepumpe besteht aus mehreren technischen Komponenten. Einige Bauteile sind besonders wichtig für die Betriebssicherheit und Lebensdauer der Anlage.
| Bauteil | Warum wichtig? | Mögliche Belastung |
|---|---|---|
| Verdichter | Herzstück der Wärmepumpe, erhöht das Temperaturniveau | Häufiges Takten, hohe Vorlauftemperaturen |
| Ventilator | Führt bei Luft-Wasser-Wärmepumpen Außenluft zur Anlage | Laub, Schmutz, Eis, ungünstiger Aufstellort |
| Wärmetauscher | Überträgt Wärme innerhalb des Systems | Verschmutzung, Frost, falsche Betriebsbedingungen |
| Umwälzpumpen | Bewegen das Heizwasser durch das System | Dauerbetrieb, falsche Einstellung, Verschleiß |
| Regelung | Steuert den Betrieb der Wärmepumpe | Falsche Parameter, ungeeignete Heizkurve |
| Sensoren | Messen Temperaturen und Betriebszustände | Defekte, Verschmutzung, Fehlwerte |
| Außeneinheit | Nimmt Umweltwärme aus der Luft auf | Witterung, Schmutz, Schnee, mechanische Einflüsse |
| Warmwasserspeicher | Speichert Wärme für Trinkwarmwasser | Verkalkung, falsche Temperaturführung |
Besonders der Verdichter steht häufig im Fokus, weil er zu den wichtigsten und teuersten Komponenten gehört. Er ist aber nicht allein entscheidend. Auch Hydraulik, Regelung und Aufstellort beeinflussen, wie belastet die Anlage im Alltag arbeitet.
Wie lange hält der Verdichter einer Wärmepumpe?
Der Verdichter ist eines der zentralen Bauteile einer Wärmepumpe. Er sorgt dafür, dass das Temperaturniveau des Kältemittels angehoben wird, damit die gewonnene Umweltwärme zum Heizen genutzt werden kann.
Wie lange der Verdichter hält, hängt stark vom Betrieb der Wärmepumpe ab. Besonders wichtig ist, dass die Anlage nicht ständig ein- und ausschaltet. Häufiges Takten kann den Verdichter stärker belasten.
Belastend können außerdem sein:
- zu hohe Vorlauftemperaturen
- falsche Dimensionierung
- ungeeignete Hydraulik
- falsche Regelung
- dauerhaft hoher Leistungsbedarf
- fehlende Wartung
- ungünstige Betriebsbedingungen im Winter
Moderne Wärmepumpen mit Inverter-Technik können ihre Leistung häufig besser an den tatsächlichen Wärmebedarf anpassen. Dadurch laufen sie oft gleichmäßiger und müssen nicht so häufig starten und stoppen.
Wichtig bleibt trotzdem:
Auch moderne Technik braucht eine passende Planung und saubere Einstellung.
Garantie Wärmepumpe: Was ist abgedeckt?
Beim Thema Wärmepumpe Garantie sollten Eigentümer genau unterscheiden:
Nicht jede Absicherung ist dasselbe. Es gibt gesetzliche Gewährleistung, Herstellergarantie, mögliche Garantieverlängerungen und Wartungsverträge.
| Begriff | Bedeutung | Wichtig für Eigentümer |
|---|---|---|
| Gewährleistung | Gesetzliche Rechte gegenüber Verkäufer oder Installateur | Fristen und Nachweise beachten |
| Herstellergarantie | Freiwillige Garantie des Herstellers | Bedingungen genau prüfen |
| Garantieverlängerung | Zusätzlicher Schutz, häufig durch Registrierung oder Aufpreis | Kann bei hochwertigen Anlagen sinnvoll sein |
| Wartungsvertrag | Regelmäßige Prüfung und Dokumentation | Kann für Garantieansprüche relevant sein |
| Kulanz | Freiwillige Leistung ohne festen Anspruch | Entscheidung im Einzelfall |
Die Garantiebedingungen unterscheiden sich je nach Hersteller, Modell und Installationsbedingungen. Häufig spielen auch Wartungsnachweise eine Rolle. Deshalb sollten Eigentümer die konkreten Garantieunterlagen sorgfältig prüfen und aufbewahren.
Wichtig:
Eine Garantie ersetzt keine fachgerechte Planung und Installation. Wenn eine Anlage falsch eingebaut oder unsachgemäß betrieben wird, kann das Auswirkungen auf mögliche Ansprüche haben.
Was fällt meist nicht unter Garantie?
Was genau ausgeschlossen ist, hängt von den Garantiebedingungen des Herstellers ab. Häufig können aber bestimmte Schäden oder Situationen problematisch sein.
Mögliche Ausschlüsse sind zum Beispiel:
- Schäden durch falsche Bedienung
- fehlende oder nicht dokumentierte Wartung
- unsachgemäße Installation
- Fremdeingriffe durch nicht autorisierte Personen
- Frostschäden durch ungeeigneten Betrieb
- blockierte oder verschmutzte Luftwege
- Schäden durch äußere Einflüsse
- Verschleißteile je nach Herstellerbedingungen
- Schäden durch nicht freigegebene Komponenten
Diese Punkte sind keine rechtliche Beratung. Maßgeblich sind immer die konkreten Vertrags- und Garantiebedingungen. Im Zweifel sollten Eigentümer diese direkt mit dem Fachbetrieb oder Hersteller klären.
Welche Kosten können bei Wartung, Reparatur oder Austausch entstehen?
Die Kosten rund um Wartung, Reparatur oder Austausch einer Wärmepumpe hängen stark vom Gerät, vom Alter der Anlage, vom Umfang der Arbeiten und vom jeweiligen Schaden ab. Pauschale Angaben sind deshalb nur begrenzt sinnvoll.
Grundsätzlich gilt:
- Regelmäßige Wartung kann helfen, größere Schäden frühzeitig zu vermeiden.
- Kleine Defekte, zum Beispiel an Sensoren oder Einstellungen, sind meist weniger aufwendig.
- Größere Schäden an Verdichter, Elektronik oder Wärmetauscher können deutlich teurer werden.
- Bei älteren Anlagen sollte geprüft werden, ob eine Reparatur wirtschaftlich noch sinnvoll ist.
- Schlechte Effizienz kann langfristig höhere Betriebskosten verursachen.
- Wartungsnachweise können für Garantie- oder Kulanzfälle wichtig sein.
Wichtig ist deshalb nicht nur die Frage, was eine einzelne Reparatur kostet. Entscheidend ist, wie zuverlässig und effizient die gesamte Anlage noch arbeitet. Gerade bei älteren Wärmepumpen lohnt sich eine fachliche Bewertung von Reparaturkosten, Restlebensdauer und möglicher Effizienzsteigerung durch ein neues Gerät.
Reparatur oder Austausch: Wann lohnt sich was?
Ob eine Wärmepumpe repariert oder ausgetauscht werden sollte, hängt vom Alter der Anlage, vom Schaden, von den Kosten und vom Gesamtzustand ab.
Eine Reparatur kann sinnvoll sein, wenn:
- die Anlage noch relativ jung ist
- nur ein einzelnes Bauteil defekt ist
- Ersatzteile verfügbar sind
- die Ursache klar identifiziert wurde
- die Anlage grundsätzlich effizient läuft
- keine wiederholten Störungen auftreten
Ein Austausch sollte geprüft werden, wenn:
- die Anlage bereits sehr alt ist
- wiederholt Störungen auftreten
- der Verdichter defekt ist und die Reparatur sehr teuer wäre
- Ersatzteile schwer verfügbar sind
- die Effizienz dauerhaft schlecht ist
- sich Gebäude oder Heizsystem verändert haben
- moderne Geräte deutlich effizienter arbeiten könnten
| Situation | Reparatur eher sinnvoll | Austausch prüfen |
|---|---|---|
| Kleiner Sensorfehler | Ja | Meist nicht |
| Defekte Regelung bei junger Anlage | Häufig ja | Selten |
| Verdichterschaden bei alter Anlage | Einzelfall | Häufig sinnvoll |
| Wiederholte Störungen | Nur nach genauer Prüfung | Ja |
| Sehr schlechte Effizienz | Ursache prüfen | Möglich |
| Ersatzteile nicht verfügbar | Schwierig | Ja |
Eine pauschale Antwort gibt es hier nicht. Sinnvoll ist immer eine fachliche Prüfung des Gesamtsystems.
Wie lässt sich die Lebensdauer verlängern?
Eigentümer können viel dafür tun, dass eine Wärmepumpe zuverlässig und langlebig arbeitet. Entscheidend ist, dass die Anlage nicht dauerhaft unter ungünstigen Bedingungen läuft.
Checkliste für eine längere Lebensdauer
- Wärmepumpe passend dimensionieren lassen
- Heizlast berechnen
- Vorlauftemperatur möglichst niedrig halten
- Heizkurve richtig einstellen
- hydraulischen Abgleich durchführen
- Heizflächen prüfen
- Außeneinheit frei halten
- Kondensatablauf kontrollieren
- regelmäßige Wartung einplanen
- Fehlermeldungen ernst nehmen
- Anlage nicht dauerhaft im Grenzbereich betreiben
- Änderungen am Gebäude fachlich prüfen lassen
- Änderungen am Heizsystem berücksichtigen
- Garantie- und Wartungsunterlagen aufbewahren
Auch der Aufstellort spielt eine Rolle. Die Außeneinheit sollte gut zugänglich sein, ausreichend Luft bekommen und möglichst frei von Laub, Schnee oder anderen Blockaden bleiben. Gleichzeitig sollte auch die Geräuschentwicklung berücksichtigt werden.
Mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber zur „Wärmepumpe Lautstärke: Wie laut ist sie?“.
Wie Sie Ihre Außeneinheit zusätzlich vor Tieren, Schmutz und Witterung schützen können, erfahren Sie im Ratgeber zum „Wärmepumpe Außeneinheit schützen: So geht’s“.
Praxisbeispiel: Längere Lebensdauer durch gute Abstimmung
Ein Einfamilienhaus im Bestand soll mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ausgestattet werden. Vor der Installation werden Heizlast, vorhandene Heizkörper, Vorlauftemperatur, Warmwasserbedarf und Aufstellort geprüft.
Dabei zeigt sich:
Einige Heizkörper sind für niedrige Vorlauftemperaturen gut geeignet, andere sollten ersetzt werden. Zusätzlich wird ein hydraulischer Abgleich eingeplant, damit die Wärme gleichmäßig im Haus verteilt wird.
Nach der Installation wird die Heizkurve sauber eingestellt. Die Außeneinheit wird so platziert, dass sie ausreichend Luft bekommt, gut erreichbar bleibt und möglichst wenig stört.
Das Ergebnis:
Die Wärmepumpe läuft ruhiger, effizienter und materialschonender. Sie muss nicht unnötig oft starten und stoppen. Genau diese Abstimmung kann dazu beitragen, die Lebensdauer der Anlage positiv zu beeinflussen.
Ablauf mit 360Volt: Von der Prüfung bis zum sicheren Betrieb
360Volt begleitet Eigentümer von der ersten Einschätzung bis zur fertigen Wärmepumpenanlage. Ziel ist nicht nur der Einbau eines Geräts, sondern ein Heizsystem, das langfristig zum Gebäude passt.
Der typische Ablauf:
- Erste Einschätzung des Gebäudes
- Prüfung von Heizsystem, Heizlast und Aufstellort
- Planung der passenden Wärmepumpe
- Prüfung von Heizkörpern, Hydraulik und Warmwasserbedarf
- Fachgerechte Installation
- Einstellung und Inbetriebnahme
- Hinweise zu Wartung, Betrieb und Garantie
- Langfristige Betreuung
So wird früh geprüft, ob die Wärmepumpe zum Gebäude passt und welche Maßnahmen für einen effizienten, langlebigen Betrieb sinnvoll sind.
Fazit: Gute Planung verlängert die Lebensdauer
Eine Wärmepumpe kann viele Jahre zuverlässig arbeiten. Entscheidend ist jedoch nicht nur die Qualität des Geräts, sondern vor allem das Zusammenspiel aus Wärmepumpe, Gebäude und Heizsystem. Eine passende Dimensionierung, niedrige Vorlauftemperaturen, abgestimmte Hydraulik, ein geeigneter Aufstellort und regelmäßige Wartung schaffen gute Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb über viele Jahre. 360Volt unterstützt Sie dabei von der ersten Einschätzung bis zur fachgerechten Umsetzung.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Wie lange hält eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe hält meist etwa 15 bis 20 Jahre. Bei guter Planung, fachgerechter Installation und regelmäßiger Wartung kann sie auch länger zuverlässig arbeiten.
Wie lange hält eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kann ebenfalls etwa 15 bis 20 Jahre halten. Die tatsächliche Lebensdauer hängt von Planung, Aufstellort, Wartung, Betriebsbedingungen und Nutzung ab.
Wie lange hält der Verdichter einer Wärmepumpe?
Der Verdichter kann viele Jahre zuverlässig arbeiten, wenn die Wärmepumpe richtig ausgelegt ist und gleichmäßig läuft. Häufiges Takten, hohe Vorlauftemperaturen oder falsche Einstellungen können ihn stärker belasten.
Ist eine Wärmepumpe wartungsfrei?
Nein. Wärmepumpen sind meist wartungsarm, aber nicht wartungsfrei. Regelmäßige Kontrollen helfen, Störungen frühzeitig zu erkennen und die Betriebssicherheit zu erhalten.
Welche Garantie gibt es auf Wärmepumpen?
Das hängt vom Hersteller, Modell und den jeweiligen Bedingungen ab. Neben der gesetzlichen Gewährleistung kann es eine Herstellergarantie oder Garantieverlängerung geben. Die konkreten Unterlagen sollten immer geprüft werden.
Was ist der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung?
Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt und betrifft Rechte gegenüber Verkäufer oder Installateur. Eine Garantie ist meist eine freiwillige Leistung des Herstellers und an bestimmte Bedingungen geknüpft.
Muss eine Wärmepumpe nach 15 Jahren ausgetauscht werden?
Nein, nicht automatisch. Wenn die Anlage zuverlässig und effizient läuft, kann sie weiter genutzt werden. Ein Austausch sollte geprüft werden, wenn häufige Störungen, hohe Reparaturkosten oder schlechte Effizienz auftreten.
Was passiert, wenn die Wärmepumpe häufig taktet?
Häufiges Takten bedeutet, dass die Wärmepumpe oft startet und stoppt. Das kann Bauteile stärker belasten und die Effizienz verschlechtern. Ursache können falsche Dimensionierung, ungeeignete Einstellungen oder hydraulische Probleme sein.
Wie erkenne ich, dass eine Wärmepumpe nicht mehr effizient läuft?
Hinweise können steigender Stromverbrauch, häufige Störungen, ungewöhnliche Geräusche, lange Laufzeiten, häufiges Takten oder ungleichmäßige Wärmeverteilung sein. In solchen Fällen sollte die Anlage fachlich geprüft werden.