Wärmepumpe & Schornsteinfeger: Was wird geprüft?

Autor: Sonja Hennig

Aktualisiert: 02.06.2026

Lesezeit: 5 Minuten

Wärmepumpe und Schornsteinfeger: Was gilt nach dem Heizungstausch? Dieser Ratgeber zeigt, wann der Schornsteinfeger weiterhin relevant ist, was bei alten Feuerstätten geprüft wird und welche Rolle Schornstein, Kaminofen und Feuerstättenbescheid spielen.

Wärmepumpe Schornsteinfeger Prüfung beim Heizungstausch

Wärmepumpe & Schornsteinfeger: Was wird geprüft?

Muss der Schornsteinfeger bei einer Wärmepumpe noch kommen? 

Die kurze Antwort:
Bei einer reinen Wärmepumpe ohne weitere Feuerstätte entfällt häufig die klassische Abgasprüfung, weil keine Verbrennung stattfindet. Trotzdem kann der Schornsteinfeger weiterhin eine Rolle spielen. Das gilt zum Beispiel, wenn noch ein Kaminofen vorhanden ist, eine alte Öl- oder Gasheizung stillgelegt wird, ein Schornstein weiter genutzt wird oder der Feuerstättenbescheid angepasst werden muss.

Viele Hausbesitzer kennen regelmäßige Schornsteinfegertermine von ihrer alten Öl- oder Gasheizung. Beim Wechsel zur Wärmepumpe verändert sich diese Rolle deutlich. Sie verschwindet aber nicht automatisch in jedem Fall.

Dieser Ratgeber erklärt:

  • wann der Schornsteinfeger bei einer Wärmepumpe noch relevant ist
  • was bei alten Öl- und Gasheizungen geprüft oder dokumentiert werden sollte
  • welche Rolle Kaminofen, Schornstein und Feuerstättenbescheid spielen
  • welche Unterlagen beim Heizungstausch wichtig sein können
  • worauf es im Altbau besonders ankommt

Wärmepumpe und Schornsteinfeger: Warum ist das Thema wichtig?

Bei Öl- und Gasheizungen prüft der Schornsteinfeger klassische Feuerstätten, Abgaswege und Emissionen. Das ist wichtig, weil bei diesen Heizsystemen Brennstoffe verbrannt werden. Dabei entstehen Abgase, die sicher abgeführt werden müssen.
Eine Wärmepumpe funktioniert anders. Sie nutzt Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser und arbeitet ohne klassische Verbrennung. Dadurch gibt es bei der Wärmepumpe selbst in der Regel keinen Schornstein und keine Abgase wie bei einer Öl- oder Gasheizung.
Trotzdem bleibt das Thema wichtig. Denn beim Heizungstausch geht es nicht nur um das neue Gerät, sondern um das gesamte Gebäude. Alte Feuerstätten, ein Kaminofen, ein bestehender Schornstein oder ein vorhandener Feuerstättenbescheid können weiterhin relevant sein.
Ob eine Wärmepumpe grundsätzlich zum Gebäude passt, hängt also nicht nur vom Schornsteinfegertermin ab. Eine vollständige Übersicht bietet der Ratgeber Voraussetzungen Wärmepumpe: Ist Ihr Haus geeignet?.

Muss der Schornsteinfeger bei einer Wärmepumpe noch kommen?

Bei der Frage „Wärmepumpe Schornsteinfeger“ kommt es auf die konkrete Situation im Gebäude an. Für die Wärmepumpe selbst entfällt in vielen Fällen die klassische Abgasprüfung, weil keine Verbrennung stattfindet.
Der Schornsteinfeger kann aber weiterhin kommen, wenn andere Feuerstätten vorhanden sind oder der alte Heizungsbestand noch nicht vollständig geklärt ist. 

Typische Beispiele sind:

  • Kaminofen
  • Kachelofen
  • Holzofen
  • bestehender Schornstein
  • alte Gasheizung, die noch vorhanden ist
  • alte Ölheizung, die stillgelegt oder ausgebaut wird
  • Feuerstättenbescheid, der angepasst werden sollte
 

Entscheidend ist, was im Feuerstättenbescheid steht und welche Anlagen tatsächlich im Gebäude vorhanden sind. Der Feuerstättenbescheid ist ein offizielles Dokument, in dem die vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten an Feuerungsanlagen aufgeführt sind.

Situation Rolle des Schornsteinfegers
Neue Wärmepumpe ohne weitere Feuerstätte Klassische Abgasprüfung meist nicht mehr relevant
Wärmepumpe plus Kaminofen Schornsteinfeger bleibt für den Kaminofen relevant
Alte Gasheizung noch vorhanden Prüfung kann weiterhin erforderlich sein
Alte Ölheizung wird stillgelegt Stilllegung und Dokumentation sollten geklärt werden
Schornstein bleibt ungenutzt Einzelfall mit Bezirksschornsteinfeger klären
Situation Neue Wärmepumpe ohne weitere Feuerstätte
Rolle des Schornsteinfegers Klassische Abgasprüfung meist nicht mehr relevant
Situation Wärmepumpe plus Kaminofen
Rolle des Schornsteinfegers Schornsteinfeger bleibt für den Kaminofen relevant
Situation Alte Gasheizung noch vorhanden
Rolle des Schornsteinfegers Prüfung kann weiterhin erforderlich sein
Situation Alte Ölheizung wird stillgelegt
Rolle des Schornsteinfegers Stilllegung und Dokumentation sollten geklärt werden
Situation Schornstein bleibt ungenutzt
Rolle des Schornsteinfegers Einzelfall mit Bezirksschornsteinfeger klären

Wichtig:
Der Begriff „schornsteinfegerpflichtig“ kann schnell missverstanden werden. Meist ist nicht die Wärmepumpe selbst gemeint, sondern vorhandene Feuerstätten, Schornsteine oder bestimmte gesetzliche Prüf- und Nachweispflichten.

Was prüft der Schornsteinfeger bei einer Wärmepumpe?

Bei einer Wärmepumpe geht es in der Regel nicht um eine klassische Abgasmessung wie bei Gas- oder Ölheizungen. Je nach Gebäude und Situation können aber andere Punkte relevant sein.

Mögliche Prüfpunkte sind:

  • ob alte Feuerstätten noch betrieben werden
  • ob Feuerstätten ordnungsgemäß stillgelegt wurden
  • ob ein Kaminofen oder Holzofen sicher betrieben werden kann
  • ob der Feuerstättenbescheid angepasst werden muss
  • ob der Schornstein weiter genutzt, stillgelegt oder verändert wird
  • ob gesetzliche Nachweise rund um den Heizungstausch relevant sind
  • ob bei größeren Gebäuden eine Betriebsprüfung oder Heizungsoptimierung der Wärmepumpe erforderlich sein kann
 
Die folgende Übersicht zeigt, welche Themen in der Praxis besonders häufig relevant sind.
Prüfthema Warum es wichtig ist
Alte Öl- oder Gasheizung Klärt, ob die Feuerstätte noch relevant ist
Kaminofen oder Kachelofen Bleibt auch mit Wärmepumpe schornsteinfegerrelevant
Schornstein Muss bei weiterer Nutzung sicher und geeignet sein
Feuerstättenbescheid Sollte nach Änderungen am Heizsystem geprüft werden
Stilllegung Vermeidet spätere Unklarheiten bei alten Anlagen
Prüfthema Alte Öl- oder Gasheizung
Warum es wichtig ist Klärt, ob die Feuerstätte noch relevant ist
Prüfthema Kaminofen oder Kachelofen
Warum es wichtig ist Bleibt auch mit Wärmepumpe schornsteinfegerrelevant
Prüfthema Schornstein
Warum es wichtig ist Muss bei weiterer Nutzung sicher und geeignet sein
Prüfthema Feuerstättenbescheid
Warum es wichtig ist Sollte nach Änderungen am Heizsystem geprüft werden
Prüfthema Stilllegung
Warum es wichtig ist Vermeidet spätere Unklarheiten bei alten Anlagen

Nach aktueller Gesetzeslage enthält § 60a GEG Regelungen zur Prüfung und Optimierung bestimmter Wärmepumpen. Betroffen können Wärmepumpen sein, die als Heizungsanlage in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbstständigen Nutzungseinheiten eingebaut werden. Die Betriebsprüfung erfolgt nach einer vollständigen Heizperiode, spätestens zwei Jahre nach Inbetriebnahme. Luft-Luft-Wärmepumpen und Warmwasser-Wärmepumpen sind von dieser Regelung ausgenommen.

Stand: 2026. : 
Die genaue Anwendung sollte im Einzelfall geprüft werden, da Gebäudegröße, Anlagentyp, Nutzung und technische Ausstattung eine Rolle spielen können.

Unterschied: Wärmepumpe, Gasheizung, Ölheizung und Kaminofen

Der Schornsteinfeger hat nicht bei jedem Heizsystem dieselbe Aufgabe. Der größte Unterschied liegt darin, ob eine Feuerstätte mit Verbrennung vorhanden ist.

Anlage Typische Rolle des Schornsteinfegers
Gasheizung Abgaswege, Emissionen und Betriebssicherheit prüfen
Ölheizung Abgaswege, Emissionen und Feuerstätte prüfen
Wärmepumpe Keine klassische Verbrennung, je nach Fall Nachweise oder Optimierung relevant
Kaminofen Feuerstättenschau, sichere Nutzung und Abgasweg prüfen
Stillgelegter Schornstein Einzelfallprüfung, Dokumentation und ggf. Anpassung des Feuerstättenbescheids
Anlage Gasheizung
Typische Rolle des Schornsteinfegers Abgaswege, Emissionen und Betriebssicherheit prüfen
Anlage Ölheizung
Typische Rolle des Schornsteinfegers Abgaswege, Emissionen und Feuerstätte prüfen
Anlage Wärmepumpe
Typische Rolle des Schornsteinfegers Keine klassische Verbrennung, je nach Fall Nachweise oder Optimierung relevant
Anlage Kaminofen
Typische Rolle des Schornsteinfegers Feuerstättenschau, sichere Nutzung und Abgasweg prüfen
Anlage Stillgelegter Schornstein
Typische Rolle des Schornsteinfegers Einzelfallprüfung, Dokumentation und ggf. Anpassung des Feuerstättenbescheids

Eine Wärmepumpe ersetzt also häufig die alte Feuerstätte. Wenn aber zusätzlich ein Kaminofen betrieben wird, bleibt dieser für den Schornsteinfeger weiterhin relevant.

Was passiert mit dem alten Schornstein nach dem Umstieg auf Wärmepumpe?

Wird eine Öl- oder Gasheizung vollständig durch eine Wärmepumpe ersetzt, wird der Schornstein oft nicht mehr für die Hauptheizung benötigt. Trotzdem sollte der alte Schornstein nicht einfach ignoriert werden.

Je nach Gebäude gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Der Schornstein wird stillgelegt.
  • Der Schornstein bleibt für einen Kaminofen in Nutzung.
  • Der Schornstein bleibt baulich vorhanden, wird aber nicht mehr aktiv genutzt.
  • Der Feuerstättenbescheid wird angepasst.
  • Alte Feuerstätten werden ausgebaut und dokumentiert.
 

Eine pauschale Antwort gibt es nicht, weil Gebäude und Nutzung unterschiedlich sind. Sinnvoll ist deshalb, den zuständigen Bezirksschornsteinfeger frühzeitig zu informieren, wenn eine Öl- oder Gasheizung ersetzt oder stillgelegt wird.
Das hilft, spätere Unklarheiten zu vermeiden. Besonders wichtig ist das, wenn noch ein Kaminofen, Kachelofen oder Holzofen vorhanden ist.

Welche Unterlagen können beim Heizungstausch wichtig sein?

Beim Wechsel von Öl- oder Gasheizung auf Wärmepumpe lohnt es sich, wichtige Dokumente gesammelt bereitzuhalten. Das erleichtert die Planung, die Abstimmung mit Fachbetrieben und gegebenenfalls die Klärung mit dem Schornsteinfeger.

Checkliste: Diese Unterlagen können wichtig sein

Welche Rolle der hydraulische Abgleich für Effizienz, Förderung und Nachweise spielen kann, erklärt der Ratgeber Hydraulischer Abgleich Wärmepumpe: Pflicht & Kosten.

Schornsteinfeger und Wärmepumpe im Altbau: Worauf kommt es an?

Im Altbau ist das Thema oft komplexer als im Neubau. Viele Bestandsgebäude haben noch alte Schornsteine, Kaminöfen, stillgelegte Feuerstätten oder Heizkörper, die ursprünglich für höhere Vorlauftemperaturen ausgelegt wurden.
Beim Umstieg auf Wärmepumpe geht es deshalb nicht nur um die Frage, ob der Schornsteinfeger noch kommt. Entscheidend ist, ob das gesamte Heizsystem zur Wärmepumpe passt.

Wichtige Punkte im Altbau sind:

  • Zustand und Nutzung vorhandener Schornsteine
  • vorhandene Kaminöfen oder Kachelöfen
  • alte Öl- oder Gasheizung
  • Heizkörpergröße
  • Vorlauftemperatur
  • hydraulischer Abgleich
  • Aufstellort der Wärmepumpe
  • Stromanschluss
  • Dämmstandard des Gebäudes
 

Gerade im Bestand stellt sich außerdem die Frage, ob vorhandene Heizkörper mit einer Wärmepumpe effizient funktionieren. Mehr dazu im Ratgeber „Wärmepumpe mit Heizkörpern im Altbau: Geht das?“.

Gibt es eine Pflicht zur Prüfung der Wärmepumpe?

Nicht jede private Wärmepumpe im Einfamilienhaus wird automatisch regelmäßig durch den Schornsteinfeger geprüft. Entscheidend ist, welche Anlage eingebaut wurde, wie das Gebäude genutzt wird und ob weitere Feuerstätten vorhanden sind.
Bei bestimmten größeren Gebäuden können Prüf- und Optimierungspflichten nach GEG relevant sein. § 60a GEG nennt unter anderem Wärmepumpen in Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen oder sonstigen selbstständigen Nutzungseinheiten. Die Betriebsprüfung ist laut Gesetz von einer fachkundigen Person durchzuführen, die eine entsprechende Schulung zur Überprüfung von Wärmepumpen durchlaufen hat.
Für ein klassisches Einfamilienhaus mit reiner Wärmepumpe ohne Kaminofen sieht die Situation häufig anders aus als bei einem Mehrfamilienhaus mit mehreren Nutzungseinheiten oder zusätzlichen Feuerstätten.

Deshalb gilt:
Nicht pauschal von „pflichtig“ oder „nicht pflichtig“ ausgehen, sondern die konkrete Situation prüfen.

Neben gesetzlichen Prüf- und Optimierungspflichten stellt sich auch die Frage, welche regelmäßige Wartung bei einer Wärmepumpe sinnvoll ist. Mehr dazu erklärt der Ratgeber „Wartung & Wartungsvertrag: Was ist wirklich nötig?“

Praxisbeispiel: Alte Gasheizung raus, Wärmepumpe rein

Ein Einfamilienhaus aus den 1980er-Jahren ersetzt eine alte Gasheizung durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Gastherme wird ausgebaut. Zusätzlich gibt es im Wohnzimmer einen Kaminofen, der weiter genutzt werden soll.

In diesem Fall verändert sich die Rolle des Schornsteinfegers:

  • Die neue Wärmepumpe benötigt keine klassische Abgasmessung wie die frühere Gasheizung.
  • Die alte Gasheizung sollte sauber stillgelegt und dokumentiert werden.
  • Der Kaminofen bleibt weiterhin relevant für den Schornsteinfeger.
  • Der Feuerstättenbescheid sollte geprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
  • Der vorhandene Schornstein bleibt relevant, solange der Kaminofen weiter betrieben wird.
 

Für die Planung bedeutet das: Der Heizungstausch betrifft nicht nur das neue Wärmepumpengerät. Auch alte Feuerstätten, Unterlagen, Heizkörper, Vorlauftemperatur und Aufstellort sollten berücksichtigt werden.
360Volt prüft im Rahmen der Planung, ob Gebäude, Heizsystem und Wärmepumpe sinnvoll zusammenpassen.

Ablauf mit 360Volt: So wird der Heizungstausch sauber geplant

Ein gut geplanter Wechsel zur Wärmepumpe beginnt nicht erst beim Einbau. Wichtig ist eine saubere Prüfung des gesamten Gebäudes.

So kann der Ablauf mit 360Volt aussehen
1. Gebäudedaten aufnehmen
2. alte Heizung und vorhandene Feuerstätten erfassen
3. Wärmepumpen-Eignung prüfen
4. Heizkörper, Vorlauftemperatur und hydraulischen Abgleich bewerten
5. Aufstellort und Lautstärke prüfen
6. Umsetzung und Inbetriebnahme planen
7. relevante Unterlagen bereitstellen
Ablauf mit 360Volt 1. Gebäudedaten aufnehmen
Ablauf mit 360Volt 2. alte Heizung und vorhandene Feuerstätten erfassen
Ablauf mit 360Volt 3. Wärmepumpen-Eignung prüfen
Ablauf mit 360Volt 4. Heizkörper, Vorlauftemperatur und hydraulischen Abgleich bewerten
Ablauf mit 360Volt 5. Aufstellort und Lautstärke prüfen
Ablauf mit 360Volt 6. Umsetzung und Inbetriebnahme planen
Ablauf mit 360Volt 7. relevante Unterlagen bereitstellen

Auch der Standort der Außeneinheit spielt eine wichtige Rolle. Mehr dazu im Ratgeber Wärmepumpe Lautstärke: Wie laut ist sie?.
Informationen zum Betrieb bei Frost, Schnee und niedrigen Temperaturen bietet außerdem der Ratgeber „Wärmepumpe Winter: Frost und Schnee“.

Fazit: Der Schornsteinfeger verschwindet nicht immer, aber seine Rolle verändert sich

Fazit:

Bei einer Wärmepumpe entfällt häufig die klassische Abgasprüfung, weil keine Verbrennung stattfindet. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass der Schornsteinfeger gar keine Rolle mehr spielt.

Relevant bleiben können:

  • alte Öl- oder Gasheizungen
  • stillgelegte Feuerstätten
  • vorhandene Schornsteine
  • Kaminöfen oder Kachelöfen
  • Feuerstättenbescheid
  • gesetzliche Prüf- und Nachweispflichten
  • größere Gebäude mit bestimmten Anforderungen nach GEG
 

Entscheidend ist nicht nur die neue Wärmepumpe, sondern das gesamte Gebäude. Eine frühzeitige Klärung vorhandener Anlagen und benötigter Unterlagen hilft, Unsicherheiten beim Heizungstausch zu vermeiden.
360Volt unterstützt dabei, die Wärmepumpe passend zum Gebäude zu planen. Dazu gehören die Eignungsprüfung, die Bewertung von Heizkörpern und Vorlauftemperatur sowie die Prüfung des passenden Aufstellorts.

 

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Muss der Schornsteinfeger bei einer Wärmepumpe noch kommen?

Bei einer reinen Wärmepumpe ohne weitere Feuerstätte entfällt häufig die klassische Abgasprüfung. Der Schornsteinfeger kann aber weiterhin relevant sein, wenn ein Kaminofen, eine alte Öl- oder Gasheizung, ein Schornstein oder ein Feuerstättenbescheid betroffen ist.

Bei der Wärmepumpe selbst geht es in der Regel nicht um Abgase. Je nach Gebäude kann aber geprüft werden, ob alte Feuerstätten stillgelegt wurden, ob ein Kaminofen sicher betrieben wird oder ob der Feuerstättenbescheid angepasst werden muss.

Nicht automatisch. Wenn der Schornstein nicht mehr für eine Öl- oder Gasheizung gebraucht wird, kann eine Stilllegung sinnvoll sein. Wird er weiter für einen Kaminofen genutzt, bleibt er relevant. Der konkrete Fall sollte mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger geklärt werden.

Wenn alte Feuerstätten wegfallen oder neue Feuerstätten hinzukommen, sollte der Feuerstättenbescheid geprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Darin stehen die vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten für vorhandene Feuerungsanlagen.

Der Begriff ist missverständlich. Meist ist nicht die Wärmepumpe selbst gemeint, sondern vorhandene Feuerstätten, Schornsteine oder gesetzliche Prüf- und Nachweispflichten. Bei einer reinen Wärmepumpe ohne weitere Feuerstätte ist die klassische Abgasprüfung häufig nicht mehr relevant.

Bei bestimmten Wärmepumpen kann nach § 60a GEG eine Prüfung und Optimierung erforderlich sein. Die Betriebsprüfung ist von einer fachkundigen Person durchzuführen. Ob das im konkreten Fall zutrifft, hängt unter anderem von Gebäudegröße, Anlagentyp und Nutzung ab.

Dann bleibt der Schornsteinfeger in der Regel weiterhin für den Kaminofen und den zugehörigen Abgasweg relevant. Auch wenn die Wärmepumpe selbst keine klassische Abgasprüfung benötigt, kann der Kaminofen weiterhin im Feuerstättenbescheid stehen.

Quellenhinweise
Die Angaben zu § 60a GEG beziehen sich auf das Gebäudeenergiegesetz in der aktuellen Fassung. Informationen zum Feuerstättenbescheid sollten mit Angaben des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks oder des zuständigen Bezirksschornsteinfegers abgeglichen werden. Stand: 2026.

Artikel mit anderen teilen: